Ich will keine Mitschuld tragen

Wie die meisten Menschen im christlichen Abendland bin auch ich konfessionell religiös erzogen worden. Ich wurde katholisch getauft, ging zum sonntäglichen Gottesdienst, später zur Kommunion und zahlte bie Arbeitsantritt Kirchensteuer. Doch was brachte mir die Kirche außer den monatlichen Abzügen? Die Beichte erleichtere mein Gewissen nicht.

Eines Tages fiel mir ein Buch in die Hände, das über die Hexenverfolgungen detailliert berichtete, über die demütigenden Verhandlungen, die Folterungen und Hexenverbrennungen und alles im Namen Gottes seitens der katholischen Kirche!
In einem weiteren Buch las ich über die Verfolgung Andersgläubiger, z.B. Bogumilen, Waldenser, damaliger Bürger, die sich gemäß heutiger Rechtsprechung nichts zu Schulden kommen ließen. All diese Informationen bereiteten mir Kopfzerbrechen: Wie konnte eine Kirche, die von der Liebe Gottes spricht, solches tun?!

Als mir dann noch die Aussage des Johannes von Patmos in die Hände fiel, war der Entschluss gereift: „Ziehet aus von ihr, mein Volk, auf dass ihr nicht an ihren Sünden teilhabt.“ An solchen Verbrechen wollte ich keine Schuld mittragen. Also trat ich aus der katholische Kirche aus.

A. H. aus H.


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