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Meine frommen Tanten sprachen immer nur auswendig gelernte Gebete, ohne wirklichen Inhalt, und mein Vater hatte eine leidvolle Kindheit als Sohn eines nicht sehr christlich lebenden Küsters. Er trat dann auch bald aus der Kirche aus, weil er mit Verlogenheit konfrontiert wurde. Sprachlos war ich, entsetzt, als der Pfarrer dann zugab, dass er keine Beziehung zu Gott habe, auch nicht zur Natur eine besondere Empfindung, sondern dass er nur das weitergäbe, was er im Studium gehört habe. Ich wollte zu dem Zeitpunkt noch nicht glauben, dass ich evtl. in meinem Herzen Gott näher sein könnte als jener, der da auf der Kanzel steht und dem Volk etwas von Liebe, Reue und Buße erzählt. Ich wertete nämlich studierte Menschen sehr auf. Danach folgten viele Gespräche mit so genannten Geistlichen und Theologie-Studenten. Überall das gleiche: man hört etwas und plappert es nach! Aber all das hatte noch nicht gereicht, um aus der Kirche auszutreten.
Ich lernte eine urchristliche Gemeinschaft Leben kennen und spürte und wusste: hier weht ein lebendiger Geist, der Geist der Einheit, Wahrheit und Gerechtigkeit, hier ist Liebe! Trotzdem ging ich noch einige Male in die evang. Kirche, wohl um erleben zu müssen, dass tatsächlich ein Pfarrer während der Predigt die Kirchenaussteiger sehr deutlich angriff und lächerlich machte. Das war zu viel. Ich stand auf und ging. Ich ging zum Amt und machte meinen Austritt staatlich korrekt. Ich freue mich, denn nun bin ich frei! Frei in Christus.
Eveline K. aus W.
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Die offizielle Kirche kam mir immer leerer vor und auch die schönsten Reden und Predigten waren ohne Substanz. Im Nachhinein kann ich mir nur erklären, solange in der kath. Kirche geblieben zu sein, weil ich so autoritätsgläubig war und mir diese Kirche immer als das allein Wahre dargestellt wurde.
Regula R.
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