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NEU: »Wie in Würzburg das Recht verbogen wird«

Zwei Prozesse sorgten während der Vorweihnachtszeit in der Bischofsstadt Würzburg für Aufsehen.

In dem einen ging es um die Frage, ob ein Grundstücksbesitzer mit einem eigenen Jagdrevier aus ethischen Gründen auf die Jagd verzichten darf. Und ob ausgerechnet Jäger als Richter über diese Frage befinden dürfen.

Im anderen Verfahren stand ein Journalist vor Gericht, der angeblich die Lutherkirche beleidigt hatte.

Bei beiden Prozessen häuften sich merkwürdige Vorfälle, die zu der Befürchtung Anlass geben, dass in Würzburg Urteile gefällt werden, die zwar den Großkirchen gut gefallen, die herrschende Rechtsprechung aber außer Acht lassen.



Näheres lesen Sie in der
Broschüre: »Wie in Würzburg das Recht verbogen wird«, kostenlos zu bestellen unter:


Bürger beobachten Kirchen e.V.
Max-Braun-Str. 2
97828 Marktheidenfeld
mailto:info@aussteiger.cc



Alle 75 Sekunden ein Kirchenaustritt!

Immer mehr Menschen brechen aus dem Lehrdschungel der Institutionen Kirche mit ihrem totalitären Götzenkult aus: Alle 75 Sekunden tritt in Deutschland jemand aus der Kirche aus.
Im Jahr 2003 verlor die evangelische Kirche 180.000 Gläubige durch Kirchenaustritt, nur 60.000 kamen hinzu.
Auch die Zahl der Katholiken nimmt stetig ab, seit 1974 jedes Jahr. Im Jahr 2003 entstand der Vatikan-Kirche ein Minus von 182.000 Mitgliedern.

Während in Deutschland 31,8% Kirchenaussteiger und ca. 6% Andersgläubige (davon 3,9% Muslime) leben, machten im Jahr 2003 die Kirchenmitglieder zusammengenommen nur noch 62,62 Prozent der Bevölkerung aus! Davon gehören 31% der Vatikan-Kirche und 31% der Luther-Kirche an. Und dies oftmals auch nur auf dem Papier.

»Der Glaube, so wie ihn die katholische oder auch die evangelische Kirche lehrt, ist in Deutschland eine Minderheitenposition. Die Infratest-Umfrage für den SPIEGEL ergab, dass selbst diejenigen, die sich für gläubig halten, oftmals weit entfernt von kirchlichen Positionen liegen.« (SPIEGEL 33/2005)

»Obwohl die Mehrheit der Deutschen formal noch einer Kirche angehört, teilen die wenigsten die Glaubensgewissheiten ihrer jeweiligen Konfessionen. Der organisierte christliche Glauben in Deutschland befindet sich in der Rezession, und ein Ende ist nicht abzusehen. Die Kirchenaustritte gehen weiter. Selbst Kirchenmitglieder zweifeln an den zentralen Glaubeninhalten ihrer Konfessionen.« (FOCUS, 23.12.2005)
Die wenigsten glauben an die jungfräuliche Empfängnis oder die leibliche Auferstehung der Toten.


Immer mehr Kirchen-Aussteiger!

Sowohl die römisch-katholische als auch die evangelische Kirche kämpfen seit Jahren mit einem stetigen Mitgliederschwund!

Im Jahr 2003 machten die Kirchenmitglieder zusammengenommen nur noch 62,62 Prozent der Bevölkerung aus!


Entwicklung der Kirchen-Mitgliederzahlen:

1970: 93,6%

1991: 70,91%

2003: 62,62%  

Waren es 1991 noch 27.718.000 Katholiken bei einer Gesamtbevölkerung von 80.275.000, zählte die katholische Kirche im Jahr 2003 nur noch 25.851.000 Mitglieder, und das bei einer gestiegenen Bevölkerungszahl von 82.532.000.

Die evangelische Kirche zählte 1991 29.204.000 Mitglieder, im Jahr 2003 waren es nur noch 25.836.000.



Aussteiger aus der Vatikan-Großsekte

Aus der katholischen Kirche sind im Jahr 2003 129.598 Mitglieder ausgetreten.

Dagegen gab es nur 8.507 Erwachsene, die wieder eintraten.


Aussteiger aus der Luther-Sekte

Aus der evangelischen Kirche sind 2002 174.000 Mitglieder ausgetreten.

Dagegen gab es nur 36.496 Erwachsene, die wieder eintraten.


Immer weniger kirchliche Trauungen

1991 ließen sich noch 106.739 Paare katholisch trauen.

Im Jahre 2003 waren über 50% weniger, nämlich nur noch 50.885 kirchliche Trauungen.

Ähnlich sieht es bei der evangelischen Kirche aus: 1991 gab es 102.056 Trauungen, 2003 nur noch 56.094.


Immer weniger gehen sonntags in die Kirche

Nur noch 7% der Deutschen erschienen im Jahr 2001 im Sonntagsgottesdienst.

Die Besucherzahlen sind weiter rückläufig.

Laut Auskunft des Bundesamts für Statistik vom 17.7.2000 gingen zum Stand vom 31.12.1998 von 27.154.000. Katholiken nur noch 4.633.000 in den Sonntagsgottesdienst.
Bei den Protestanten waren es von 27.099.000 Kirchenmitgliedern nur 1.141.000 Kirchgänger.



Viele glauben an Gott...


... aber nicht an den Gott der Kirche

SPIEGEL 33/2005 »Der Glaube, so wie ihn die katholische oder auch die evangelische Kirche lehrt, ist in Deutschland eine Minderheitenposition.«


Gott ja - Kirche nein!

Viele glauben an Gott - aber nicht an den Gott der Kirche

DER SPIEGEL widmete dem Thema passend zum katholischen Weltjugendtag seine Titelgeschichte: »Gläubige, verzweifelt gesucht«.

Immer mehr Deutsche sind der Auffassung: »Gott ja - Kirche nein!« Zwei Drittel der Deutschen glauben an ein höheres Wesen. Doch für viele ist es nicht mehr der Gott der Kirche. (Meinungsforschungsinstitut THN Infratest, Juli 2005 - Studie im Auftrag des SPIEGEL). Es gibt ein Bedürfnis nach Glauben und Spiritualität, aber nicht nach Kirche. »Glaube an Gott jedenfalls bedeutet schon lange nicht mehr Nähe zur Kirche. Nur 32% der Bundesbürger haben großes oder sehr großes Vertrauen in die Kirchen.« (DER SPIEGEL 33/2005) Zum Vergleich: dem Dalai Lama bringen 35% Vertrauen entgegen, die Hälfte der Deutschen vertraut Aldi und fast 70% der Polizei.

Auch der Priesterberuf ist ein aussterbender: 1992 gab es bundesweit noch 19.266 katholische Priester, 2004 waren es nur noch 16.326. Nur 210 katholische Priesteramtskandidaten wurden 2004 neu ins Seminar aufgenommen. »In diesem Land werden mehr Orthopädieschuhmacher und Pferdewirtinnen ausgebildet als katholische Seelsorger. Und in einer Stadt wie Magdeburg wurden gerade nur noch acht Prozent der Menschen im Zeichen des Kreuzes getauft.« (DER SPIEGEL 33/2005)
Im Osten Deutschlands ist die Kirche bereits eine Randgruppe geworden: Waren zu Beginn der DDR etwa 15 Millionen Menschen Mitglieder einer Kirche, blieben am Ende nur 5,5 Millionen übrig. Inzwischen zählen beide Kirchen in den neuen Bundesländern zusammen nur noch 3,7 Millionen Mitglieder.


Leserbrief aus DER SPIEGEL 32/2005:

Zwielichtiges Verhältnis

Leserbrief zu SPIEGEL 30/2005, Katholiken: Kölns Kardinal Joachim Meisner schart christliche Fundamentalisten um sich

»Bei einem Verhalten, wie es Kardinal Meisner an den Tag legt, ist es kein Wunder, dass die Mitgliedszahlen in den christlichen Kirchen allgemein und in der katholischen im besonderen stetig sinken. Durch den Ausschluss und die Suspendierung moderater Katholiken und die besondere persönliche Zuwendung für rechtsfundamentalistische Gruppierungen wird Meisner aus dem Katholizismus in Deutschland langfristig das machen, wonach er sich offenbar sehnt: eine obskure Sekte, die den kruden Dogmen des Kardinals bedingungslos folgen soll."
Malte Dürr

Quelle: DER SPIEGEL 32/2005


»Scheußlich mit Verbrechen belastet«

Der bedeutende Kirchenhistoriker Karlheinz Deschner kommt zum Ergebnis:

»Nach intensiver Beschäftigung mit der Geschichte des Christentums kenne ich in Antike, Mittelalter und Neuzeit, einschließlich und besonders des 20. Jahrhunderts, keine Organisation der Welt, die zugleich so lange, so fortgesetzt und so scheußlich mit Verbrechen belastet ist wie die christliche Kirche, ganz besonders die römisch-katholische Kirche.«

(Deschner: »Die beleidigte Kirche oder: Wer stört den öffentlichen Frieden?«)



Kirchliche Schwindsucht

Kirchliche Schwindsucht schön geredet

„Unser Unternehmen befindet sich deutlich im Aufwind: Unser diesjähriger Verlust ist 10 Prozent niedriger als im Vorjahr.“ Was würden wohl Aktionäre zu so einer Jahresbilanz sagen?

Wenn Kirchenvertreter derlei verlauten lassen, beten es die Journalisten brav nach. Unter der Überschrift „Mehr Interesse an den Kirchen“ druckt beispielsweise die Würzburger Main-Post (6.2.06) eine dpa-Meldung ab, deren erster Satz lautet: „Die Kirchen in Bayern spüren wieder einen stärkeren Zulauf.“

Dass die im Artikel genannten Zahlen eine ganz andere Sprache sprechen, scheint niemanden zu stören. Tatsache ist: Das Erzbistum München Freising verliert 2005 11300 Taufscheinchristen gegenüber 12870 im Jahr davor. Dem stehen 1250 Menschen gegenüber, die wieder eingetreten sind – im Jahr zuvor waren es 1000. Dem Bistumssprecher genügt das, um die Situation als „ermutigend“ zu bezeichnen.

Und so geht es weiter. Bamberg: 2500 Austritte, 322 Eintritte. 14 Prozent weniger traten aus – also verkündet Erzbischof Schick: „Die Kirchen ... werden zunehmend von den Menschen gesucht und angenommen.“

Augsburg: 4200 Austritte, 600 Wiedereintritte. Eine „durchaus positive Entwicklung“, sagt der Bistumssprecher. Katholische Logik: Es kann eben nicht sein, was nicht sein darf.

Ganz verschämt wird am Ende des Artikels eingestanden, dass 2005 aus der bayerischen Lutherkirche 15000 Menschen ausgetreten sind – 800 mehr als im Vorjahr.

Beide Kirchen betonen, dass die Austritte vorwiegend steuerliche Gründe hätten. Sonst müsste man sich ja die unbequeme Frage stellen, ob die Gläubigen vielleicht auch deshalb austreten, weil die Kirchen die Lehre des Nazareners in ihr Gegenteil verkehrt haben – weil sie also der biblischen Offenbarung (Off 18,4) die Aufforderung entnommen haben: „Tretet aus von ihr, mein Volk, damit ihr nicht teilhaftig werdet ihrer Sünden und empfanget von ihren Plagen!“

Möglicherweise schließt die Kirche hier auch nur schlicht von sich auf andere. Denn auch ihr scheint es in erste Linie um die Kirchensteuereinnahmen zu gehen. Allein in Berlin gibt es jährlich 3600 Fälle, in denen von Neuzuzüglern Kirchensteuern nachverlangt werden – obwohl diese Bürger längst aus der Kirche ausgetreten sind (Berliner Zeitung, 19.1.06). Man verlangt Austrittsbescheinigungen, die in der ehemaligen DDR gar nicht ausgestellt wurden, oder die nach Jahrzehnten nicht mehr auffindbar sind. Der aus Düsseldorf zugezogene Hans Gabriel erhielt kurzerhand einen katholischen Kirchensteuerbescheid, obwohl er nie Katholik war, sondern vor 38 Jahren aus der evangelischen Kirche ausgetreten ist. Solche Fälle beschäftigen dann die Gerichte, weil die Kirche unerbittlich auf Zahlung besteht.

Doch weshalb besteht sie darauf? Weshalb hat sie den Staat so manipuliert, dass auch die Gerichte den abgezockten Bürgern vielfach nicht helfen können oder wollen? Vielleicht nicht allein wegen des Geldes, sondern weil die Lehrsätze der Kirche besagen, dass ein einmal Getaufter gar nicht austreten kann, dass sie also seine Seele auf ewig in den Fängen hält. In Slowenien machte im Jahr 2004 eine Frau Schlagzeilen, die aus der katholischen Kirche austreten wollte. Man teilte ihr schlicht mit das gehe gar nicht ...



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